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Entfernung vom Hotel: 23,4 km
Die Legende vom Ritter Kahlbutz in Kampehl
| Ritter Kahlbutz hatte sich in Diensten des
Kurfürsten Friedrich-Wilhelm von Brandenburg im Krieg gegen die
Schweden besonders hervorgetan und wurde daher mit dem Gute Kampehl bei
Neustadt ( Dosse ) erbbelehnt. Er heiratete eine Frau aus dem
alteingesessenen märkischen Adelsgeschlecht von Rohr und hatte mit ihr
mehrere Kinder. |
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Als
Gutsherr soll der Ritter sehr gern und oft das „Recht der ersten Nacht“
ausgeübt haben. Im Jahre 1690 wurde er von Maria Leppin, einer
Dienstmagd, des Mordes an ihrem Verlobten, dem Schäfer Pickert aus dem
Nachbarort Bückwitz, bezichtigt. Kahlbutz, so die Begründung, habe den
Schäfer aus Rache erschlagen, weil die Magd sich dem Ritter versagt
hatte.
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| Es
kam zum Gerichtsprozess; Zeugen für die angebliche Mordtat gab es
nicht, jedoch musste Ritter Kahlbutz den Reinigungs-Eid schwören, um
freigesprochen zu werden. Vor Gericht soll er gesagt haben: „Wenn ich
doch der Mörder bin gewesen, dann wolle Gott, soll mein Leichnam nie
verwesen.“ |
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Im
Jahre 1794 wollte man die Gruft neben der Kampehler Kirche abreißen und
die darin vorhandenen drei Särge erdbestatten. Zwei Leichen waren
vollständig verwest, die des Ritters Kahlbutz jedoch nicht. Selbst
renommierte Mediziner wie Stauch, Sauerbruch oder Virchow konnten
jemals die Mumifizierung erklären.
Und so bleibt am Ende nur das
Staunen über ein biologisches Rätsel und dem Grusel desnachtens an der
Brücke über die Schwenze (dem Schauplatz der Mordtat), wo der Ritter
noch heute spukt und wo in lauen Nächten der Wind den Hufschlag seines
Pferdes über die Wiesen ins Dörflein trägt.
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Öffnungszeiten Kahlbutzgruft:
März - Oktober
Di - So 10 - 12, 13 - 17 Uhr
November - Februar
Mi - So 10 - 12, 13 - 16 Uhr
Im Januar nur Sa. und So
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